50f – Zerrissen

Mit dem Projekt 50f habe ich unter anderem angefangen, um meinem inneren Schweinehund etwas beizukommen und mich mehr zum Fotografieren aufzuraffen. Darum wurde es auch langsam Zeit, dass ich das nächste Thema aus der Liste angehe. Immerhin ist das letzte Bild schon fast wieder eine Woche alt .

Weiter geht’s also mit meiner Interpretation des Begriffs „Zerrissen“.

Eine Mehrfachbelichtung hat sich mir hier irgendwie schon fast aufgedrängt, vermutlich auch weil ich schon mehrere ähnlich geartete Bilder gesehen habe. Die kreative Leistung hält sich daher eher in Grenzen. Dafür war die Umsetzung aber eine neue Herausforderung für mich. Um meine Idee zu realisieren, habe ich mich nämlich erstmals an eine Vierfachbelichtung herangewagt.

Wer mehr zum Projekt erfahren möchte, findet die Regeln und eine Liste aller Themen auf meiner 50f-Projektseite.

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9 Gedanken zu “50f – Zerrissen

    1. Freut mich, dass das Bild gut ankommt. Zugegeben ist die Regel „Photoshop nur in Maßen“ damit ein wenig ausgedehnt. Aber ich bin der Meinung, dass man ein vergleichbares Ergebnis auch mit Graufiltern und einer Analogkamera erzielen kann.

      1. ach ich denke, erlaubt ist trotzdem, was spaß macht. sicher gibt es eine vorgabe, aber wenn das eben so so wunderbar passt…

  1. ich wollte eigentlich bei den gläsern sagen, dass diese splash-bilder wahnsinnig toll sind und ich mir dieses sauerei eines tages auch irgendwann antun will 🙂 leider kann ich dort nicht kommentieren – schreib ichs halt hier 🙂

    1. Danke. 🙂 Vielleicht sollte ich die Kommentare in den Galerien doch noch aktivieren.
      Die Gläser waren ein kleines Projekt, das ich mit einem Freund zusammen fotografiert habe. Wir haben die Bilder nach einem Tutorial von Alexander Heinrichs gemacht: http://youtu.be/FPL4VfcvVwg
      Das Video dauert 10 Minuten und es wird wunderbar erklärt wie’s funktioniert. Die PS-Montage wird zwar nicht erklärt, aber man braucht eigentlich nur Grundkenntnisse über Ebenenmasken, damit man den Tisch gegen ein Bild ohne Spitzer austauschen kann und man kann es auch bleiben lassen, die Bilder sehen auch so schon gut aus. Ich fand es mit einer cleanen Platte aber noch mal besser.

      Wenn du etwas ähnliches machen willst, kann ich dir noch ein paar unserer Erfahrungen mitgeben. Die länge des Text schreckt vielleicht etwas ab, aber es sind eigentlich Kleinigkeiten. Die können aber eventuell ordentlich Zeit und Nerven sparen:

      Da man die Gläser einer Platte festklebt, sind sie danach nicht mehr wirklich zu gebrauchen, daher haben wir 6 billige beim Ikea gekauft.

      Die Aufnahmen haben wir im Bad gemacht, weil’s doch eine ordentliche Sauerei war und dort alles gefliest ist. Die Möbel haben wir mit billiger Malerfolie abgedeckt. Man sollte nicht unterschätzen wie weit es spritzt. Das können auch mal 2m oder sogar mehr sein.

      Wen man folgende Punkte bereits bei der Aufnahme beachtet, kann man eventuell sehr viel Zeit in Photoshop sparen:
      Die Montage bei Gläsern mit Stil ist relativ einfach, weil man nur oberhalb der Platte den Stil weich abschneiden und das Glas austauschen muss. Bei normalen Gläsern, durch die man auch die Platte hindurchsieht, muss man deutlich mehr Zeit in PS einplanen, da man eigentlich das ganze Glas freistellen muss.

      Es ist Sinnvoll vorweg Bilder von allen Gläsern mit Inhalt auf der Platte zu machen, bevor die Platte mit Lebensmittelfarbe und Kleberesten versaut ist, also bevor man die erste Aufnahme mit Spritzern macht. Wir haben diese Bilder nicht gemacht. Darum musste ich die Schatten/Reflektionen auf der Tischplatte bei den meisten Bildern selber erstellen. Ich hab auch alle Gläser auf die Platte des selben Bildes montieren müssen (vom ersten Glas, dem Rotweinglas). Wenn man keine Naturplatte, sondern was lackiertes nimmt, hat man da sicher weniger Probleme, weil die Farbe nicht in’s Holz einzieht, aber die Klebereste bleiben. Bei uns hat leider nach dem zweiten Glas auch der Kleber nicht mehr richtig gehalten. Darum haben wir die Gläser danach mit Panzerband an die Klappe geklebt. Das machte die Montage in PS noch mal etwas aufwändiger.

      Als Vergleich:
      Beim Rotweinglas besteht mein Bild im Prinzip aus 3 Bild-Ebenen: die Platte, der Stil (selbes Bild wie die Platte, aber andere Raw-Entwicklung) und das Glas mit den Spritzern. Gereicht hätten im Prinzip auch 2 Ebenen, wenn man den Stil und die Platte nicht separat entwickelt.
      Beim abstrakten Glas mit der grünen Flüssigkeit sind es 6 Ebenen: die Platte vom Weinglas, eine Ausgleichsebene um das Rotweinglas zu überdecken, das abstrakte Glas mit Spritzern, der Fuß des Glases, eine Ebene zur farblichen Anpassung des Fußes und der Schatten.

      1. wow, da sieht man erst, wieviel aufwand hinter so einem bild WIRKLICH steckt. wahnsinn. ich denke allerdings, dass ich das zuerst alles mal im freien ausprobieren will. habe sowas mal mit kaffee und cookie in der wiese gesehen und das hat mir gut gefallen – da kann man mal experimentieren und rumsauen 🙂 ich hab leider von photoshop so wenig ahnung, dass ich das, was du da alles retuschiert hast, vermutlich nicht zusammenbringen würde :/

      2. Bei Gläsern mit Stil ist der Photoshop-Part wirklich easy. Vorausgesetzt man hat die Bilder mit reinem Kunstlicht aufgenommen und dadurch gleichbleibend konstante Lichtbedingungen in den Bildern. Das ist bei der Sonneneinstrahlung im Freien schon etwas schwieriger. Man muss eigentlich nur Ebenenmasken verstehen. Damit kann man dann einen weichen Übergang zwischen dem Bildern vom Fuß/der Platte und dem vom Glas mit den Spritzern machen und fertig.
        Und wie gesagt, man kann auf PS auch verzichten. Dann hat man eben eine vollgespritzte Tischplatte auf den Bildern. Dadurch wirken die Bilder zwar, wie ich finde, ein bisschen weniger spektakulär, weil die saubere Platte einen Kontrast zu den wilden unsauberen Spritzern bildet. Aber es ist immer noch ein ziemlich cooler Effekt. Hier mal als Beispiel zwei Bilder nur mit Raw-Entwicklung, komplett ohne PS:

        Beim Rotweinglas habe wir noch Malerfolie zum abdecken der Platte benutzt.
        Man darf natürlich nicht die Aufbauzeit unterschätzen. Wir sind beide keine Profis, ich habe damals erst seit 3 Monaten fotografiert, mein Freund schon seit einigen Jahren. Wir haben eine ganze Weile gebraucht um die Blitzeinstellungen und die Entfernung zwischen Motiv und Hintergrund richtig hinzubekommen, damit man die Falten des knittrigen Bettlakens auch nicht zu stark gesehen und trotzdem alles halbwegs gleichmäßig ausgeleuchtet war…
        Bislang war das sicher mein Aufwändigstes Projekt.

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